SOAHarbor = SOA + Logistik

SOAHarbor = SOA + Logistik

Im Studienprojekt SOAHarbor hat eine Gruppe von vier Masterstudenten ein durchgängig serviceorientiertes Architekturkonzept zur Homogenisierung der IT-Landschaften produzierender und logistischer Unternehmen entworfen.

Der starke Preisdruck im logistischen Gewerbe zwingt die Unternehmen zunehmend zur Optimierung ihrer operativen Prozesse, aber auch zur Anpassung ihrer IT-Systeme an steigende Kundenanforderungen. Das Paradigma der Serviceorientierung leistet hier bereits in vielen Anwendungsgebieten konkrete Hilfe, blieb aber bislang auf Informationssysteme beschränkt.

Im Rahmen von SOAHarbor wurde versucht, den agilen serviceorientierten Ansatz auch auf eingebettete Systeme wie Lagerfahrzeuge, Ladebrücken oder Fördereinrichtungen im logistischen Bereich zu übertragen und damit

  • bestehende Prozesse durch Automatisierung zu optimieren und
  • für mögliche Änderungsszenarien offen zu halten.

Die technische Integration bestehender Informationssysteme mit physischen Systemen ermöglicht eine stärkere Zusammenarbeit mit gleichzeitiger Offenheit für Prozessänderungen.

SOAHarbor addressiert u. a. die folgenden, visionären Fragestellungen im Bereich der Hafenlogistik: 

  • Was wäre, wenn die Ladebrücke bei der Schiffsentladung direkt wissen würde, ob der dem Container zugehörige Kunde erst in durchschnittlich zwei Wochen zur Abholung kommt?
  • Wie könnte die Hubzahl am Terminal optimiert werden, wenn die Reihenfolge der heutigen Schiffsankünfte minütlich aktualisiert zur Verfügung stünde?

Die beschriebenen Konzepte wurden auf Basis der LEGO Mindstorms entwickelt und mit einem physischen Hafenmodell veranschaulicht. Die Arbeit initiierte eine stärkere Vernetzung der universitären Institutionen für Logistik und Informatik, Folgeprojekte sind bereits in Planung.

Ein Demovideo auf der Projekt-Website zeigt den Hafen in Aktion.