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clavis: Mobile Lernplattform für Studierende

05.03.2019

Im Rahmen des Fellowships „Innovationen in der Hochschullehre“ hat der Lehrstuhl für Software Engineering von Prof. Dr. Volker Gruhn die mobile Mikrolernplattform clavis umgesetzt. Sie wird zukünftig die Studentinnen und Studenten des Masters „Angewandte Informatik/Systems Engineering“ bei der selbstgesteuerten Aneignung von Wissen unterstützen.

Der Masterstudiengang „Angewandte Informatik/Systems Engineering“ ist projektorientiert, d.h. fachliche und nicht-fachliche Kompetenzen werden in Projektgruppen vermittelt. In dem multimedialen Werkzeugkasten von clavis kann das notwendige Wissen nun in Form von Mikrolerneinheiten zusammengestellt werden und ist über einen Online-Zugang abrufbar. Studierende haben so die Möglichkeit, zeit- und ortsunabhängig ad hoc benötigtes Wissen abzurufen.

Schlüsselqualifikationen „in kleinen Häppchen“ erwerben

Klassische Rollenverteilungen werden dabei aufgebrochen: Lehrende unterrichten nicht bloß, sondern sie begleiten die Studierenden in ihren Projektphasen als eine Art Mentor: Sie unterstützen durch die Vermittlung von Methoden- und Grundlagenwissen, geben Themenrichtungen vor, moderieren die Projekte der Studierenden und beurteilen diese. Die Studentinnen und Studenten erarbeiten in der Projektphase selbstständig benötigtes Spezialwissen, recherchieren, entwickeln Ziele und Arbeitspläne. Zum Aufbau von Schlüsselqualifikationen bietet sich mobiles Mikrolernen in den Projektphasen an, da von überall und zu jeder Zeit auf benötigtes Wissen in kleinen Einheiten zugegriffen werden kann. clavis unterstützt somit die selbstgesteuerte Aneignung von Wissen und Schlüsselkompetenzen und ist in einem partizipativen Entwicklungsprozess unter Einbeziehung von Lehrenden und Lernenden entstanden.

Das passende Lernformat wählen

Als erste Themenbereiche wurden „Scrum“, „Vortragen und Präsentieren“ sowie „IT-Projektmanagement“ in multimedialen Mikrolerneinheiten umgesetzt. Diese werden in einem Mix verschiedener Medienformate, wie Videos, Texte, Praxistipps, Hinweise zur Vertiefung und Quizaufgaben, zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus haben die Studierenden auf der Plattform einen persönlichen Bereich und können sich untereinander und mit Dozentinnen und Dozenten austauschen und vernetzen. Das Projekt wurde Ende 2018 erfolgreich abgeschlossen.