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Stadt in Bewegung: Auszeichnung für neuen Visualisierungsansatz

13.04.2018

Ein neuer Visualisierungsansatz zur Verarbeitung von Fahrzeugbewegungsdaten wurde als einer der besten Beiträge der Konferenz PacificVis 2018 ausgezeichnet.

Wie bewegen sich Fahrzeuge durch eine Stadt? Diese Frage beschäftigt nicht nur Verkehrsplaner, sondern auch Betreiber von Fahrzeugflotten, Notfall- und Sicherheitsdienste oder Gewerbetreibende. Taxen oder andere Flottenfahrzeuge zeichnen große Mengen solcher Bewegungsdaten mittel GPS auf. Voraussetzung für eine Analyse dieser Daten ist jedoch meist, dass die GPS-Signale einer konkreten Route durch das Straßennetz zugeordnet werden. Die Signale unterliegen einer gewissen Ungenauigkeit oder werden nur in größeren Abständen übermittelt. Automatische Verfahren für ein sogenanntes Map Matching versuchen diese Ungenauigkeiten auszugleichen und eine Routenzuordnung vorzunehmen. Jedoch sind diese Algorithmen komplex zu konfigurieren und müssen an die Gegebenheit der jeweiligen Aufzeichnung und Stadt angepasst werden.

In Zusammenarbeit mit der Universität Stuttgart hat die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Fabian Beck einen Ansatz entwickelt, diese Konfiguration zu vereinfachen und nutzerfreundlicher zu gestalten. Die Wissenschaftler setzen verschiedene Visualisierungstechniken ein, Fehler in der Zuordnung zu erkennen und schlagen automatische Korrekturen zur Verbesserung der Konfiguration vor. Der Artikel, der diesen Ansatz beschreibt, wurde von der internationalen Visualisierungskonferenz PacificVis zur Publikation und Präsentation angenommen. Als einer der besten Beiträge der Konferenz erscheint die Arbeit in der renommierten Fachzeitschrift IEEE Transactions on Visualization and Computer Graphics und wurde mit einem „Honorable Mention Award“ ausgezeichnet.

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